Tagesgeld Begriffe

Umschichtung

Volkswirtschaftlich gesehen bedeutet die Zunahme von Tagesgeldkonten und die damit verbundene Abnahme von Sparkonten vor allem eine Umschichtung der Geldmengen. Man unterscheidet hier drei verschiedene Geldmengen, die mit den Kürzeln M1, M2 und M3 bezeichnet werden. Die gesamte Geldmenge ist das Geld, das einer Volkswirtschaft insgesamt zur Verfügung steht. Die Geldmenge M1 beinhaltet das gesamte Bargeld, das sich im Umlauf befindet, sowie alle sogenannten Sichteinlagen. Darunter versteht man die Gelder, über die die Anleger ohne eine Kündigungsfrist verfügen können, also auch die Tagesgelder.

Unter der Geldmenge M2 versteht man sowohl die Gelder aus der Geldmenge M1 als auch Spareinlagen mit einer Kündigungsfrist von drei Monaten sowie sonstige Termineinlagen, also Geldanlagen, die eine Laufzeit von bis zu zwei Jahren haben.

Die Geldmenge M3 hingegen umfasst alle Beträge aus der Geldmenge M2 sowie zusätzlich Geldmarktpapiere und Bankschuldverschreibungen, die eine Laufzeit von bis zu zwei Jahren haben. Durch die höhere Anzahl an Tagesgeldkonten erhöht sich also die Geldmenge M1, was aber keinen Einfluss auf finanzpolitische Entscheidungen hat, da hier nur die Geldmenge M3 ausschlaggebend ist.