Droht Bulgarien eine Bankenpanik?

Die Fibank aus Bulgarien gilt tendenziell als ein seriöser Anbieter. Daher haben deutsche Anleger in der jüngeren Vergangenheit auch das Angebot der Fibank genutzt, um auf einem Tagesgeldkonto attraktive 2,5 bis 3,3 Prozent Zinsen zu erhalten. Nun hat es zuletzt einen Run auf die Fibank gegeben, eine mögliche Bankenpanik steht im Raum und damit droht Anlegern, dass sie ihr eingezahltes Geld bei der Fibank verlieren.

Augenscheinlich gibt es einen Anlass, dass die Anleger der Fibank das Vertrauen entziehen und daher ihre Einlagen auf dem Tagesgeld-Konto der Bank zurück fordern. In nur wenigen Stunden wurden zuletzt rund zehn Prozent der Bilanzsumme der Fibank abgezogen. Insgesamt wurden mehrere 100 Millionen Euro von Anlegern zurück gefordert.

Rund 2.000 deutsche Anleger haben einen hohen zweistelligen Millionenbetrag bei der Fibank in Bulgarien angelegt – im Schnitt also weniger als 500 Euro. Obwohl es keinen unmittelbaren offensichtlichen Anlass für die Bankenpanik gibt, sollten die deutschen Anleger versuchen, ihr Geld möglichst schnell zurück zu buchen. Das bulgarische Bankensystem gilt als schwach und labil. Der Run auf die Geldautomaten wurde wahrscheinlich durch Nachrichten geschürt, dass Bankpleiten in Bulgarien drohen. In diesem Fall sind auch die Garantien, die auf das eingezahlte Geld bei der Fibank gegeben wurden, nicht mehr viel wert.